Der Spaziergang beginnt zu Hause 

Warum der Start über Ruhe und Orientierung entscheidet 

 

Oft schauen wir erst darauf, wie sich unser Hund verhält, wenn wir bereits unterwegs sind. Ob er zieht, ob er ansprechbar ist, wie er auf andere Hunde reagiert oder wie schnell er hochfährt. Und dabei übersehen wir etwas, das für mich einen großen Unterschied macht: Wie startet dieser Spaziergang eigentlich?

Nicht erst draußen – sondern bereits in der Wohnung.

Wie verhält sich dein Hund, wenn du dich anziehst? Wenn du die Leine in die Hand nimmst? Wenn du zum Schlüssel greifst? Bedeutet das für ihn sofort Aufregung, Spannung, Erwartung? Oder kann er trotzdem ruhig bleiben, vielleicht sogar auf seinem Platz liegen, während du dich fertig machst?

Für mich beginnt ein Spaziergang nicht in dem Moment, in dem wir die Haustür öffnen, sondern in der Stimmung, die wir mitnehmen.

Ab welchem Moment steigt bei deinem Hund die Aufregung? Ist sie schon da, bevor ihr überhaupt losgeht? Ist dein Hund noch ansprechbar oder ist er gedanklich längst draußen? Orientiert er sich an dir – oder ist er schon im Außen, bevor ihr den ersten Schritt gemacht habt?

Viele Themen, die wir draußen sehen – Ziehen an der Leine, fehlende Orientierung, schnelles Hochfahren bei Reizen – haben ihren Anfang oft viel früher. Wenn mein Hund bereits aufgeregt ist, noch bevor wir überhaupt draußen sind: Wie fair ist es dann, draußen einzufordern, dass mein Hund ruhig und entspannt ist?

Orientierung beginnt nicht erst unterwegs. Sie entsteht in den kleinen, unscheinbaren Momenten davor. Wenn dein Hund lernt, dass ihr ruhig startet, dass du den Rahmen vorgibst und Entscheidungen triffst und er dadurch Verantwortung abgeben darf, verändert sich oft mehr, als man zunächst erwartet.

Und Regeln im Zusammenleben mit unseren Hunden gehören für mich dazu. Als verlässlicher Rahmen. Als Leitplanke. Wie schön ist es, wenn man in einer Beziehung weiß, woran man ist?

Aber Regeln stelle ich nicht plötzlich mitten im Spaziergang auf, wenn mein Hund längst hochgefahren ist. Das wäre weder klar noch fair. Ein klares Regelwerk, eine Basis in unserem Miteinander entsteht vorher – und wird dann draußen einfach weitergeführt.

Freiheit draußen und Orientierung schließen sich nicht aus. Im Gegenteil. Viele Hunde können ihre Freiheit viel besser nutzen, wenn sie wissen, dass sie sich an ihrem Menschen orientieren dürfen. Dass sie nicht alles selbst regeln müssen. Führung bedeutet Sicherheit. Und Sicherheit ist ein Grundbedürfnis.

Wenn wir uns draußen mehr Ruhe wünschen, dürfen wir auch bewusst auf den Start zu Hause schauen.

Deine Chance

Veränderung entsteht nicht von allein – sie braucht einen Anfang. 

 

 

 

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